Ergebnisse der Projektwerkstatt – Innovative Verwertung von Materialresten

Foto: Sebastian-Marggraf

Foto: Sebastian Marggraf

Die erste Cobra-Projektwerkstatt vom 12.-16. Mai ist vorüber. Es war eine tolle Woche in der unsere Studenten und Absolventen nicht nur hart an ihren Fragestellungen arbeiteten, sondern auch die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen in der Region erfahren durften. Wir sind sehr stolz auf die vielfältigen Ergebnisse die von unseren Projektteams erzielt wurden. In den folgenden Tagen werden die Teams selbst hier ihre Ergebnisse zur Projektwerkstatt vorstellen. Den Anfang macht LALUPO (http://www.lalupo.de/), ein Team aus zwei jungen Produktdesignern aus Berlin, die innovative Lösungsansätze zur Verwertung von Materialresten entwarfen.

Hallo,

Wir von LALUPO sind zwei junge Produktdesigner aus Berlin, die mit ganz verschiedenen Materialien experimentieren und arbeiten.
Während der Projektwoche in Guben haben wir mit Holger Dulitz von der Glas und Leichtmetallbau GmbH Joachim Dulitz zusammengearbeitet. Der Kontakt zu Holger Dulitz war von Anfang an hervorragend. Nach einer ersten Werksführung erarbeiteten wir in Absprache mit ihm eine erste Problemstellung.
Sein Betrieb verarbeitet vornehmlich Aluminiumplatten in verschiedenen Farben und Stärken (1-3 mm) zu hauptsächlich großflächigen Fassadenteilen. Dabei fallen viele Materialreste von unterschiedlicher Größe an, die der Betrieb im Moment nicht weiter verwendet. Das unbenutzte Material wird bisher als Schrott entsorgt. Der Betrieb ist aber mit den neuesten Maschinen ausgerüstet, deren Möglichkeiten durch die Fassaden- und Bauteileproduktion allerdings zurzeit nicht optimal ausgenutzt werden. Weiterhin ist auf Grund der Saisonalität die Auftragslage bei Dulitz schwankend und deshalb die Maschinen teilweise nicht voll ausgelastet.

Als Lösungsansatz zu dieser Problematik entwickelten wir in intensiver Zusammenarbeit mit Holger Dulitz Kleinserien-Produkte, in deren Herstellung die Reste verarbeitet und die Möglichkeiten der Maschinen ausgenutzt werden können.
Dabei sind wir von drei verschiedenen Ansätzen ausgegangen:

1. Skalierbare Objekte:
Da die Größe der Reststücke von 10 cm x 10 cm bis 1.80 m x1.50 m variiert, könnten                           Objekte die in verschieden Größen funktionieren vom vorhandenen Computer                                       automatisch an die jeweilige Plattengröße angepasst werden. (z.B. kleine Kästen für Schreibtischutensilien)

2. Modularität:
Mehrere gleichförmige Module könnten jeweils aus den anfallenden unterschiedlichen                       Resten produziert werden und ergeben zusammen ein größeres Objekt.
Unsere erste Idee war hier eine kleine Standleuchte aus fünf Teilen. Dabei ist beabsichtigt, dass die Teile aus unterschiedlich farbigen Restplatten produziert werden, damit der Kunde sich am Ende seine persönliche Leuchte zusammenstellen kann.

3. Kleine Teile:
Ein kleines, einfaches Produkt kann automatisch vom Computer platzsparend                                     angeordnet und gleich während der Produktion der Fassadenteile, mit aus der Platte                         ausgestanzt werden. Je größer der Rest umso mehr Teile werden gestanzt.

Foto: Sebastian Marggraf

Foto: Sebastian Marggraf

Als erste Idee für ein Produkt entwickelten wir einen Wandhaken der fertig aus der Maschine kommt und flach an den Kunden oder Endverkäufer verschickt werden kann. Die Vielseitigkeit des Materials stand für uns und Holger Dulitz dabei an erster Stelle. So könnten drei Haken unterschiedlicher Farbe zufällig zu einer Art Wundertüte mit Überraschungseffekt zusammengestellt werden. Darüber hinaus wären die Haken nicht nur aus Restmaterialien sondern auch lokal produziert, womit sich der höhere Preis gegenüber handelsüblichen Haken aus dem Baumarkt, auf Grund der kleinen Produktionsmenge, erschließt. Dank einer Extrastanzung kann der Haken weiterhin vom Kunden selbst aus der Fläche in die dritte Dimension gebogen werden.

Die Zusammenarbeit mit Holger Dulitz hat uns sehr gut gefallen. Er war sehr offen für unsere Fragen und Vorschläge und nahm sich viel Zeit uns die Maschinen und Metallverarbeitungsprozesse zu erklären.
Wir haben viel gelernt und freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung der Produkte.

Aller herzlichst und mit den besten Wünschen,

LALUPO

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